Gedächtnispreisträgerin und Preisträger 2025 Dorothea Huber und Hendrik Jonas

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Für die beiden Jahre 2024/2025 hat sich der Vorstand der Kaufbeurer Künstlerstiftung einstimmig für zwei Preisträger entschieden, die im vorigen Jahr gemeinsam eine Ausstellung gestaltet haben. Es sind Dorothea Huber und Hendrik Jonas.

Begründung der Jury: 

Der erste Eindruck beim Betreten der Ausstellung war sofort positiv. Leicht und filigran zeigte sich die ganze Konzeption der Kunstschau. Wenn sich auch die Werke der beiden Kunstschaffenden sowohl inhaltlich wie technisch sehr unterschieden, standen sie sich doch formal und in ihrer Kraft positiv ergänzend gegenüber.

So überzeugten die einzelnen Bilder, wie auch die Gesamtkonzeption die Jury unter allen Gesichtspunkten, Raumbespielung, jeweils individuelle Materialbeherrschung, und die persönliche ästhetisch, künstlerische Aussage von Dorothea Huber und Hendrik Jonas.

Zu den einzelnen Künstlern

Dorothea Huber ist 1980 in Kaufbeuren geboren. 2007 schloss sie ein Grafikdesign-Studium an der HAWK in Hildesheim ab und arbeitet seitdem als freiberufliche Illustratorin und Grafikdesignerin. Sie lebt in Geltow und arbeitet in Potsdam.

Nach dem Abschluss des Studiums folgten zahlreiche Einzelausstellungen und -beteiligungen. Viele Preise und Auszeichnungen zeugen von der hohen Qualität des künstlerischen Schaffens von Doro Huber. Zuletzt wurde Ihr Werk „Longlist“ 2022 durch die Stiftung Buchkunst in der Rubrik: „Die schönsten deutschen Bücher“ prämiert.

Hendrik Jonas wurde 1966 in Birkenfeld geboren und wuchs dann in Kaufbeuren auf. Er studierte Grafik Design an der FH Augsburg und Barcelona und arbeitet seitdem als freiberuflicher Kinderbuchautor und Illustrator in Berlin. Seine Bücher wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt.

Auch viele Einzelausstellungen und Ausstellungs-Beteiligungen markieren seinen künstlerischen Werdegang sowie seit 1995 die Mitgliedschaft im Berufsverband Bildender Künstler in Berlin.

Wenn ich nun auf die Exponate beider Kunstschaffenden eingehe, so fallen zunächst die unterschiedlichen Themen, die differierenden Inhalte beider auf.

Doro Hubers Werk durchzieht häufig ein Aspekt von Ironie, ein Hauch von Karikatur oder kritischer Betrachtung, wohingegen bei Hendrik Jonas die präzise Darstellung von Tieren in nahezu altmeisterlicher Malweise dominiert, wenn auch in einem abstrakten Umfeld.

Gemeinsam ist beiden Werken der hohe Grad an technischer Perfektion sowie an künstlerischer Individualität, formal wie inhaltlich und die konsequente Entwicklung von eigenen ästhetischen Konzepten.